Texten in appetitlichen Häppchen – Schreiben fürs Netz

Texten fürs Netz

Online-Texten leicht gemacht.

Einfache Tipps damit Online-Texte wirken und wirklich gelesen werden.
Beatrix von Kalben

Knackige Überschrift

Der Online-Text sollte eine knackige Überschrift tragen, die den Leser in das Geschehen zieht. Am besten berührt die Überschrift das Thema des Textes und schließt ein oder zwei Schlüsselwörter ein. Denn gerade Überschriften werden von den Suchmaschinen Googles gut ausgelesen. Investieren sie Zeit in die Schlagzeile. Ich erinnere an „Wir sind Papst“, die legendäre Überschrift der „Bild-Zeitung“ anlässlich der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst Benedikt XVI.

In der Kürze liegt die Würze

Ein Online-Text sollte nicht über 400 Worte hinausgehen, so die Regel. Und eins ist sicher, sich kurz fassen, ist schwerer als lange zu schwafeln. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Ist der Inhalt spannend und interessant, werden durchaus auch längere Texte im Netz gelesen. Sehr beliebt sind gut geschriebene und gegliederte journalistische Texte von Spiegel-Online oder der Zeit-Online.

Sinnvolle Zwischenüberschriften

Zwischenüberschriften helfen den Online-Text in appetitliche und leicht verdauliche Häppchen zu unterteilen. So wird er für den Leser leicht und lecker, unabhängig vom Inhalt. Sie können den gleichen Effekt auch mit Bildern oder Grafiken erzielen. Wichtig ist nur: der Text muss sinnvoll gegliedert werden. Besonders Texte, die über 300 bis 400 Wörter hinausgehen.

Texten fürs Netz

Texten fürs Netz

Online Schreiben, aber wie?

Wenn ihr Text bei Google gefunden werden soll, dann wiederholen sie Schlüsselwörter, die für das Thema wichtig sind. Wiederholen Sie diese im Text und in der Überschrift. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Text online von den Suchmaschinen gefunden wird. Sie können auch bei Google-Adwords schauen, welche Schlüsselwörter zu ihrem Thema besonders häufig bei Google gesucht werden. Oder sie setzen auf Worte, die nicht so häufig gesucht werden, um die Konkurrenz zu verringern.

Ganz allgemein zum Texten

Wichtig: schreiben sie nicht im Nominalstil. Benutzen Sie Verben, das sind schöne Wörter. Sie hauchen Texten Leben ein:

1. Es dauerte, bis die Sonne endlich wieder schien.
2. Bis zum Scheinen der Sonne dauerte es.

Substantivierungen klingen ebenfalls sehr holprig, die sollten Sie meiden:

1. Das Kind weigerte sich, was zum Streit zwischen den Eltern führte.
2. Die Weigerung des Kindes führte zum Streit zwischen den Eltern.

Komposita sind in der deutschen Sprache sehr beliebt, allerdings schwer verdaulich. Ich erinnere an die „Donaudampfschifffahrtskapitänsmütze“.

Bitte vermeiden sie den passiven Schreibstil.

1. Die Katze wird von Lotta gestreichelt. passiv
2. Lotta streichelt die Katze. aktiv

Verwenden sie möglichst wenige Fremdwörter. Sie schreiben keinen wissenschaftlichen Text und sitzen auch nicht in einer Behörde.

1. Fremdwörter sind kein Synonym für komprimiertes akademisches Wissen.
2. Fremdwörter stehen nicht immer für umfangreiche Bildung.

Und bitte kein Denglisch.

1. Ich habe mir diese App downgeloadet, nachdem ich sie erfolgreich gegoogelt hatte.
2. Ich habe mir diese App runtergeladen, nachdem ich sie bei Google gefunden hatte.

Und noch ein Tipp: Äußern Sie ihre Meinung, zeigen Sie Emotionen, schildern Sie eigene Sinneseindrücke und Ihr eigenes Erleben – ohne einen seelischen Striptease zu veranstalten.

Das Wichtigste zuerst

Der erste Abschnitt beantwortet alle W-Fragen. Das gilt besonders für Pressemitteilungen und Newsletter. Wer veranstaltet was und wo und warum? Beispiel: „Andreas Müller auch bekannt unter „Der Bruchpilot“ zeigt 26. Juli 2014 ab 15.00h sein Können auf dem Flugplatz „Vogelsturm“ in Pusemuckel. Wetten unter dem Motto „Schafft er es oder nicht?“ werden bis 14.00h angenommen. Feuerwehr und RTW aus dem Kreis Unna betrachten diese Event als gute Übung im Sommerloch.“ Die Brisanz der Informationen sollte im Lauf des Textes abnehmen, falls Lesern die Zeit fehlt, den Text zu Ende zu lesen.

Multimedial

Heute sind Fotos und Grafiken nicht die Kür eines Textes, sie sind ein MUSS. Die Fotos sollten anklickbar sein und eine Bildunterschrift tragen, oder eine Beschreibung hinterlegt sein. Beachten sie die Bildrechte. Videos und weiterführende Links peppen ein Text ebenfalls auf. Verlinken Sie Ihr Werk auf andere Texte, die Teilbereiche Ihres Themas behandeln. Super, wenn die auch von Ihnen geschrieben sind. Die eingesetzten multimedialen Elemente sollten jedoch immer den Inhalt des Textes bereichern. Denn das Motto im Netz lautet heute – das war vor drei Jahren noch anders – „Content is King“, Inhalt ist König.

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