Das Erste Mal

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Das erstes Bild und damit der Anfang einer Kloserie

Ich bin ein großer Fan vom Ersten Mal. Ja, ich habe  sogar angefangen, Erste Male zu sammeln, schließlich haben sich ganz schön viele angehäuft – allein dieses Jahr.

Eine verlorene Wette bescherte mir einen Auftritt als Straßenmusikerin in der Fußgängerzone, ein wunderbares Geburtstagsgeschenk brachte mich dazu, Tontauben zu erschießen und die Idee der Medienmeisterkollegen führt zu meinem Ersten Blog.

 

Nicht, dass die Ersten Male per se wirklich großartig sind. Man muss nur an seine Jugend denken und weiß, das ist Humbug. Großartig aber ist die Stimmung um sie herum. Kein Skript, keine Verlässlichkeiten, kein Autofocus. Das macht ganz schön hilflos und erfordert volle Wachsamkeit, schließlich ist man nur der unbeholfene Fremde.

 

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und noch ein Teilchen….

Körperspannung, Arme strecken, Balance, in die Knie gehen, Füße ganz leicht anheben, gut dabei Aussehen‘ – wie ein Mantra habe ich diese Befehle konzentriert wiederholt beim Ersten Mal Wasserski, ging trotzdem schief. Vielleicht habe ich zu viel Wert auf den letzten gelegt. Egal, der Abenteuerfaktor und die Erinnerung bleibt, so sehr, dass ich mir vorgenommen hab, noch ganze viele Erste Male zu schaffen … Island … ein Kurs zu Gebärdensprache … vielleicht doch mal Grünkohl essen.

 

 

Für meinen Ersten Post ist mir passenderweise eingefallen, mein allererstes Gedicht zu posten.

Ohne Titel – 1992

Genau wie gestern
sehen die Augen
die Welt
und doch erraten sie,
dass morgen
nichts mehr zu betrachten sein
wird.

 

Die Hände fühlen
den Körper
und ahnen,
dass dort morgen
ein Nichts bleibt
zu begreifen.

Die Staubkörner
rücken zusammen,
sie fangen an zu frieren,
das ist nicht schlimm.

 

Die Stunden schlagen sich
und wissen, dass sie sich morgen
totgeprügelt haben.

 

Die Sekunden überholen
ihre Vorgänger,
die sich,
verdammt zu weichen,
im Nichts auflösen.

Das ist nicht schlimm.

 

Und die große Leere des morgen
löst die Fülle vergangener Tage ab
und bringt Ruhe
denen,
die sie nicht haben wollen.

 

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… der Anfang von Etwas

 

 

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