Imagefilm – kurz gefasst

… passt die zum image?

Imagefilm – kurz gefasst

Über einen Imagefilm stellt sich beispielsweise ein Unternehmen dar. Dabei vielleicht so, wie es sich selbst sieht. Auf jeden Fall aber so, wie es gesehen werden möchte.

Imagefilm – die Zutaten

Eine Form der filmischen Darstellung ist nicht vorgegeben. Standard: Vorkommende Personen sollten gut aussehen und sehr sympathisch wirken. Fortgeschritten: Sie wirken sehr kompetent. Professionell: Sie haben einen Tick Selbstironie.

Ein Sprechertext darf nicht anbiedernd wirken, sollte streng genommen nichts offen verkaufen wollen (schon gar nicht das Unternehmen und seine Produkte). Wenige Worte erklären die möglichst aussagekräftigen Bilder, liefern Argumente, warum das, was man da sieht, das Beste überhaupt sei.

Imagefilm – die Wirkung

Über den Film sollte in idealer Weise der Betrachter einen positiven Eindruck des Unternehmens bekommen. Und der Zuschauer muss neugierig geworden sein. Das i-Tüpfelchen wäre gegeben, wenn er sich gut unterhalten fühlt, gar mindestens einen Mundwinkel oben behält.

Imagefilm – und Renitenz

Zunächst zu den Einschränkungen, warum es manchmal (bis häufig) nicht immer so geht, wie oben erklärt: der Firmeninhaber etwa möchte ins Bild, wirkt aber bärbeißig. Ist es auch. Dann hat man vielleicht einen tollen Videoclip mit knackiger Musik, allerdings gebremst von zwei, drei O-Tönen, die eigentlich wie Fremdkörper wirken. Man fragt sich, wer ist der Typ, was will der, ist das etwa seine Firma? Schnell ein winkendes-Katzen-Video her zum Löschen dieses Eindrucks aus der Großhirnrinde.

Oder das Produkt ist aus einem schwierigen Bereich: Inkontinenzvorlagen etwa. Überhaupt stellt Medizin meist ein nicht ganz so einfaches oder gar knackiges Thema dar.

Imagefilm – mein aktueller Liebling

Zurück zum Machbaren. Ein Beispiel aus dem Netz, dessen Link ich in der vergangenen Zeit häufig Kollegen gepostet habe:

http://www.youtube.com/watch?v=hqEh0iFWlgs

Imagefilm-Beispiel – die Analyse

Darum ist dieser Imagefilm für und über Holland so gelungen: Schöne Bilder, gute Montage, ein sympathischer Kopf mit einem Schuss Selbstironie. Und erst der Sprechertext! Der ist nämlich gehobene Rhetorik: „Ihr nennt es ‚bio, handgemacht’ – wir nennen es ‚Essen’!“ Oder: „Ihr nennt es ‚sich bewegen’ – wir nennen es ‚Lebensart’!“

Die Holländer (genauer: die niederländischen Macher dieses Imageclips) zeigen uns, dass sie locker, „original cool“ sind. Hier in den Niederlanden ist alles einfach, lediglich wir – die Betrachter des Films vor dem PC – denken nur etwas komplizierter. Wir bekommen das Bild, das „Image“ eines Landes vermittelt, dessen Bewohner verstehen zu leben bzw. das Leben verstehen.

Imagefilm-Beispiel – mögliche Ergänzung

Und schon fällt mir eine kleine Erweiterung ein: Wo ist der Flug über die Hanfplantage? Vielleicht mit einem Jumbo der KLM, dem Hauptsponsor dieser Videoproduktion? Mit kurzem Blick ins verräucherte Cockpit? Gar nicht so uncool!

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Eine Antwort zu Imagefilm – kurz gefasst

  1. w8screens schreibt:

    Wish you a nice start to the week 😉

    Gefällt mir

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